Künstlersozialabgabe: Finanzierung

Die Finanzierung der Künstlersozialversicherung setzt sich aus den entgeltabhängigen Beiträgen der Mitglieder sowie der von den Verwertern erhobenen Künstlersozialabgabe zusammen.

Die Finanzierung der Künstlersozialversicherung


Die Künstlersozialversicherung finanziert sich aus zwei Säulen. Eine Säule sind die Beiträge der Versicherten. Sie haben abhängig von der Höhe ihres Einkommens genau die gleichen Beiträge zu zahlen, die sie bei vergleichbarem Einkommen als Abzüge für die Arbeitnehmeranteile bei der Krankenversicherung, der Rentenversicherung und der Pflegeversicherung hätten. Eine Ausnahme stellt die Arbeitslosenversicherung dar, denn sie ist in der Künstlersozialversicherung nicht mit enthalten. Die Höhe der zu zahlenden Beiträge wird von der Künstlersozialkasse anhand der für das kommende Jahr gemeldeten voraussichtlichen Einkommen berechnet. Zur Kontrolle können durch die Künstlersozialkasse die Steuerbescheide der Versicherten eingefordert werden. Die zweite Säule bei der Finanzierung der Künstlersozialversicherung ist die Künstlersozialabgabe, die in den Paragrafen 25ff. des Künstlersozialgesetzes geregelt ist.





Im Jahr 2012 lag die Höhe der Künstlersozialabgabe bei 3,9 Prozent aller an Künstler ausgezahlten Entgelte. Für das Jahr 2013 wurde eine Höhe von 4,1 Prozent angesetzt. Sie muss von denjenigen aufgebracht werden, die von der Verwertung der Rechte an den Werken der Künstler profitieren. Dazu zählen auch Veranstalter von Auftritten, bei denen Eintrittsgelder kassiert werden. Die Künstlersozialabgabe ersetzt bei der Finanzierung der Künstlersozialabgabe den Anteil, der ansonsten von den Arbeitgebern für die Sozialversicherung ihrer Angestellten gezahlt werden müsste. Anhand der Meldungen und der Listen der Mitglieder ergibt sich, dass ein reichliches Drittel aller Versicherten aus dem Bereich bildende Kunst kommt. Musiker bringen es auf einen Anteil von reichlich einem Viertel. Ein weiteres Viertel der Versicherten stellen Schriftsteller und Publizisten. Sie bekommen ihre Leistungen wie jeder abhängig Beschäftigte auch über die Krankenkasse, die Rentenkasse und die Pflegekassen. Dabei haben sie auch die Wahl zwischen allen gesetzlichen Krankenkassen sowie den Ersatzkassen.