Künstlersozialabgabe: Entstehung

Die Künstlersozialversicherung wurde 1982 eingeführt, um die Künstler bei ihrer Absicherung anderen Selbstständigen gleich zu stellen und eine gesetzlich garantierte RV und KV zu sichern.

Die Entstehung der Künstlersozialversicherung


Das Künstlersozialversicherungsgesetz wurde im Juli 1981 ins Leben gerufen und ist im Dezember 2011 letztmalig novelliert worden. Es trat zum 1. Januar 1982 in Kraft. Die Ursprungsfassung kann im Bundesgesetzblatt I ab der Seite 705 nachgelesen werden. Die Änderungen wurden im Bundesgesetzblatt I ab der Seite 3.057 veröffentlicht. Als Urheber der rechtlichen Regelungen der Künstlersozialversicherung gelten Herbert Ehrenberg und Dieter Lattmann. Lattmann ist selbst Schriftsteller und als Politiker für die SPD aktiv. Herbert Ehrenberg gehört ebenfalls zur SPD und wurde aus der Legislaturperiode 1976 bis 1982 durch seine Tätigkeit als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung bekannt. Das Ziel der Künstlersozialversicherung war eine gesetzlich garantierte Absicherung der Rente und in der Krankenversicherung. Das war bei den Künstlern auf Grund ungleichmäßiger Einkommen durch schwankende Auftragszahlen und Honorare zuvor ein schwieriges Unterfangen.





Damit wollte man das Ungleichgewicht bei der Absicherung der Künstler gegenüber allen anderen selbstständigen Gewerbetreibenden beseitigen. Auch sollte damit die Bedeutung der Künstler für die gesamte Gesellschaft unterstrichen werden. Von Beginn an wurde auf eine Mischfinanzierung aus Beiträgen und der Künstlersozialabgabe gesetzt. Hinzu kommen staatliche Zuschüsse, die über die Bundesunfallkasse erbracht werden. Eine ähnliche Form der Absicherung in der Sozialversicherung gibt es in Deutschland in keiner anderen Branche. Für die Verwaltung der Künstlersozialversicherung ist die Künstlersozialkasse zuständig. Bei ihr handelt es sich de facto um einen Fachbereich der Unfallkasse des Bundes. Sie ist für die Prüfung der Aufnahmefähigkeit neuer Mitglieder und den Einzug der Beiträge sowie der Künstlersozialabgabe zuständig. Sie reicht genau wie ein Arbeitgeber die Beiträge an die Rentenversicherung, die Pflegeversicherung sowie die von den Versicherten selbst gewählten Krankenkassen weiter. Die Chipkarten bekommen die Versicherten wie gewohnt direkt von ihren Krankenkassen.