Künstlersozialabgabe

In die Künstlersozialversicherung werden bildende und darstellende Künstler aufgenommen, wenn sie nicht mehr als einen Angestellten und ein Mindesteinkommen nachweisen.

Künstlersozialabgabe und Künstlersozialversicherung - Aufgaben und Ziele


Die Verpflichtung zur Zahlung einer Künstlersozialabgabe ist im Paragrafen 25 des Künstlersozialgesetzes geregelt. Betroffen von der Zahlungspflicht sind diejenigen, die die Arbeit eines Künstlers verwerten. Bei den Rechten an einem Buch ist es zum Beispiel der Verlag, über den das Buch im Handel angeboten wird. Bei Sängern und Zauberern wäre die Agentur zuständig, über die die Entgelte für die Auftritte ausgezahlt werden. Diese Unternehmen unterliegen nach dem Paragrafen 27 des Künstlersozialgesetzes auch einer Meldepflicht für die gezahlten Entgelte. Die Versicherung erfolgt über die in Wilhelmshaven ansässige Künstlersozialkasse, die rechtlich zur Unfallkasse des Bundes gehört.





Der Versicherte bekommt dort in der Sozialversicherung den Status "pflichtversichert", was bedeutet, das sowohl Beiträge zur Krankenversicherung als auch zur Rentenversicherung und der Pflegeversicherung abgeführt werden. Lediglich die Versicherung gegen den Fall der Arbeitslosigkeit ist in der Künstlersozialversicherung nicht enthalten. Als Versicherte für die Künstlersozialkasse kommen verschiedene Arten von Künstlern in Frage. Erfasst werden Akteure der darstellenden oder bildenden Kunst, wobei auch Ausbilder mit dazu gerechnet werden. Auch Journalisten und Schriftsteller können sich in der Künstlersozialversicherung anmelden. Schwierig ist die Frage der Publizisten. Hier wird eine Abgrenzung zwischen reinen Dienstleistern und der künstlerischen Tätigkeit getroffen. Übersetzer und Werbetexter werden häufig als Dienstleister eingestuft und abgewiesen. Sie müssen unter Umständen den Nachweis bringen, dass sie in der Hauptsache künstlerisch tätig sind. Auch dürfen Versicherte in der Künstlersozialversicherung nicht mehr als einen Arbeitnehmer beschäftigen und müssen ein Mindesteinkommen aus der künstlerischen Tätigkeit beziehen. Eine nebenberuflich ausgeübte künstlerische Tätigkeit ist kein Grund für eine Aufnahme in die Künstlersozialkasse.